Chiptuning – Für jedes Auto geeignet?

Viele Tuning-Einsteiger legen ihren Fokus vorwiegend auf die Steigerung der Motorleistung. Das Chiptuning ist als praktische Möglichkeit, das Potenzial des eigenen Wagens auszureizen, ohne bauliche Änderungen vornehmen zu müssen, bekannt. Immer wieder wird der Prozess als Wundermittel bezeichnet. Doch welche Möglichkeiten hat man als Laie und welche Automodelle eignen sich für das Chiptuning? Darüber klären wir im Folgenden auf.

Wichtiges vorab: Kontrolle, Abnahme und Fahrzeugbrief

Wer sich für das Chiptuning interessiert, sollte vorab wissen, dass jede Veränderung von einer Prüforganisation wie dem TÜV oder der DEKRA abgenommen und im Fahrzeugbrief vermerkt werden muss. Andernfalls erlöschen die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug und jeglicher Versicherungsschutz!  

Die Eintragung in den Fahrzeugbrief ist aber keine Garantie gegen Langzeitschäden.

So funktioniert das Chiptuning

Der Ablauf beim Chiptuning ist vom Automodell anhängig. Ziel bei dieser Tuning-Methode ist es, die Gesamtleistung des Motors zu erhöhen, indem Steuerparameter des Motorsteuergeräts geändert werden. Meistens betrifft dies Parameter wie die Einspritzdauer des Kraftstoffs oder den Ladedruck des Turbos.

Auf Expertise achten

Gerade beim Chiptuning ist die Versuchung groß, auch als Laie Änderungen durchzuführen. Da es sich aber um einen sensiblen Eingriff handelt, sollte ein zuverlässiger und seriöser Fachmann in Anspruch genommen werden. Er ist sich über die Auswirkungen bewusst, denn das Tuning bedeutet eine höhere Belastung für Material und Technik.

Ein durchdachtes Chiptuning ermöglicht, es die Leistungsreserven, die von vornherein zur Verfügung stehen, zu vergrößern. Herstellerseitig sind die Motoren so eingestellt, dass sie möglichst lange den Alltagsbelastungen standhalten. Mit Hilfe des Chiptunings kann bei vielen Modellen eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent erzielt werden. Racechip Chiptuning konnte sich auf diesem Gebiet einen Namen machen.

Fachleute und geeignete Betriebe sind an ihrer Lizenz zu erkennen. Viele Firmen spezialisieren sich dabei auf einzelne Automarken oder Modelle, es lohnt sich also, etwas länger zu suchen und nicht die nächstbeste Tuning-Werkstatt zu wählen. Ein spezialisierter Anbieter kann die Langzeitwirkung von Änderungen an einem bestimmten Automodell einschätzen und ist so in der Lage, gezieltere Anpassungen vorzunehmen.

Wer auf zwielichtige Anbieter setzt, der geht ein großes Risiko ein. Eine falsche Regulierung kann von einem unberechenbaren Verschleiß bis hin zum Motorschaden führen und somit die eigene als auch die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährden.

Angewendet werden kann das Chiptuning bei fast jedem Wagen, ob Diesel oder Benziner ist egal. Erfahrungswerte belegen vor allem bei Viertaktern einen großen Spielraum, der bei einer fachkundigen Optimierung ausgenutzt werden kann.

Für Laien ist vor allem der Blick auf die Kosten von Bedeutung. Unverhältnismäßig günstige Angebote können ebenso eine Falle bedeuten, wie hohe Preise nicht zwingend ein Signal für eine hohe Qualität der Arbeit sind. Letztlich sollten die Kosten des Tunings in einem annehmbaren Verhältnis zum aktuellen Wert des Wagens stehen.

Nur eine von vielen Möglichkeiten

Die Aussicht ist sehr attraktiv, seinem Auto binnen kurzer Zeit etwa 20 Prozent mehr Leistung einzuhauchen. Doch in der Welt des Tunings ist das Chiptuning nur um eine von vielen Möglichkeiten. Eine ganzheitliche Regulierung der Leistung ergibt sich vor allem aus dem sicheren Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Da besonders die Optik aus der Sicht vieler Autoliebhaber eine besondere Rolle spielt, wird das Chiptuning meist als eine Ergänzung des Tunings wahrgenommen. Schließlich verändert sich die Optik des Wagens nicht.
 
Bildquelle: Pixabay, 2932191, Toby_Parsons