Mexikanisches Statussymbol: VW Jetta GLI

Wer mit den in Mexiko sehr populären VW-Produkten auf dicke Hose machen will, wird vom heimischen Werk in Puebla bestens beliefert: der VW Jetta GLI kommt mit 180 kräftigen Turbo-Pferden.
Äußerlich erinnert der Jetta GLI in seinen Karosseriegrundzügen an den deutschen Rucksack-Golf IV, den Bora. Kein Wunder, schließlich basiert er auf diesem in Mexiko noch gebauten Wagen. Im Gegensatz zu Deutschland erfreuen sich dort Stufenheckfahrzeuge von Volkswagen in den unten Klassen größter Beliebtheit.

Jetta GLI mit 17 Zoll Alufelgen

Optisch wurde der Jetta GLI kräftig aufgewertet: Runde Doppelscheinwerfer unter Klarglas und Wabengrill verweisen auf Golf V GTI, ebenso das Lederlenkrad. Das Armaturenbrett des viertürigen Volkssportlers stammt vom Golf IV, die sportlich gestalteten Rundinstrumente hingegen nicht. Zudem bereichern Teilledersitze mit roten Nähten, Sportpedalerie und Klimatronic den Innenraum. Die Alu-Applikationen an Türen und Schaltkulisse tragen wie die rot lackierten Bremssättel und Fünfloch-Doppelspeichenfelgen in 17 Zoll zum dynamischen Look bei.

Im VW GLI Power durch den 1,8 T-Motor

Mit der Kraft des 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbomotors dürfen sich die 225er Pneus an der Vorderachse herumschlagen. Die hinteren 245er Gummis folgen brav. Was von dem Drehmoment von 235 Nm nicht durch das manuelle Fünfganggetriebe in Vortrieb umgesetzt wurde, verlässt den Jetta GLI durch das verchromte Endrohr. Die kreisrunde Auspuffspitze macht jedoch einen recht ärmlichen Eindruck, eine zweite zur Erhaltung von Symmetrie oder ein brachialeres Einzelexemplar hätte dem VW gut zu Gesicht gestanden.

Viel VW Jetta GLI zum kleinen Preis

Bis auf diesen kleinen Fauxpas nimmt sich das Heck des VW Jetta GLI doch ansehnlich aus. Die Rückleuchten im VW Phaeton-Stil verleihen Größe und Anmut, der Heckflügel ein bisschen Drama. Mit dem einfachen Trick, alle Anbauteile wie Spiegle, Schürzen und Schwellerblenden einfach mal in Wagenfarbe zu lackieren, gelang es VW beim Jetta GLI, ein trotz seines hohen Alters nicht unattraktives Fahrzeug auf die Räder zu stellen. Den Mexikaner kostet VWs Frontfräse 249.990 mexikanische Pesos, was rund 13.000 Euro entspricht. Viva la Mexico!