Polizei als Spaßbremse

Wieder einmal hat die Polizei ein Tuner-Treffen aufgelöst und ist ihrem Ruf als Spaßbremse gerecht geworden. In Florstadt, nahe Darmstadt, schickte sie in der Nacht zum Dienstag Teilnehmer eines Tuning-Treffens vorzeitig nach Hause.

Auf Tuner-Treffen eher störend – der grüne Freund und Helfer

Polizei-Großaufgebot gegen Autofans
Wie die dpa berichtete, hat ein Großaufgebot der Polizei in der Nacht zum Dienstag ein Auto-Tuning-Treffen aufgelöst. 1500 Menschen aus ganz Deutschland hatten sich bei Florstadt in der Wetterau mit rund 400 technisch aufgemotzten Fahrzeugen in einem Gewerbegebiet versammelt. Um illegale Autorennen zu verhindern, erteilte die Polizei Platzverweise. Daraufhin hätten die Auto-Fans „freundlich und ohne Murren“ den Heimweg angetreten, wie die Polizei mitteilte.

„Gefährdende Fahrweisen mit durchdrehenden Reifen“
Vereinzelt sei es unter dem Jubel der Besucher zu „gefährdenden Fahrweisen mit durchdrehenden Reifen“ gekommen. Die Teilnehmer blockierten mit ihren frisierten Autos Parkplätze und Straßen. Beschäftigte und ein Spediteur hätten das Industriegebiet erst mit einiger Verspätung verlassen können. Erst kurz vor 3.00 Uhr nachts waren die Straßen und Plätze wieder frei. Das „markenoffene Saisoneröffnungstreffen“ war in der Tuning-Szene im Internet und per Mundpropaganda angekündigt worden.

Treffen sind keine Seltenheit
Derartige Treffen sind nach Angaben der Polizei keine Seltenheit, allerdings nicht mit einer solch hohen Teilnehmerzahl. Die Frankfurter Polizei berichtete, ihre Streifen führen an Wochenende gezielt Treffpunkte der Szene an. Meist seien dort 20 bis 50 junge Erwachsene anzutreffen, die ihr aufgemotztes Auto zur Schau stellten. Oft seien etwa die Bremsanlagen nach einer technischen Veränderung für eine höhere PS-Zahl nicht mehr geeignet.