Sportliche Familienkutschen: Kompaktvans im Vergleich

Der Artikel vergleicht die praktischen Kompaktvans.

Familienkutsche oder gar Pampasbomber sind Spitznamen, mit denen die Kompaktvans gern bedacht werden. Sie zeichnen sich vor allem durch Familientauglichkeit aus. Praktische Gesichtspunkte, Sparsamkeit und großzügige Platzverhältnisse stehen im Vordergrund des Gesamtkonzeptes. Hersteller und Kunden legen besonderes Augenmerk auf hohe Flexibilität bei der Nutzung des Innenraumes. Sportlichkeit zeichnet den Kompaktvan sicher nicht aus.

Wie sportlich kann ein Kompaktvan sein?

Kompaktvans sollen vor allem praktisch und vielseitig einsetzbar sein. Viele unterschiedliche Modelle mit zahllosen Ausstattungsvarianten sind am Markt. Schiebetüren, riesige Laderäume, pfiffige Lösungen für den schnellen Umbau vom Siebensitzer zum Kleintransporter und geringer Verbrauch sind Argumente, die für den Kompaktvan sprechen. Alleine die Karosserieform und der hohe Schwerpunkt sind alles andere als sportlich. Eine wirkliche Sportversion ist in diesem Fahrzeugsegment kaum zu finden. Wer dennoch etwas flotter unterwegs sein will, dem bieten die Hersteller diverse Motoren an, die durchaus sportlich zu nennende Leistungsdaten haben. Um nur drei Beispiele zu nennen: Der VW Touran kann mit Otto- oder Dieselmotor mit 170 PS geordert werden. Der Opel Zafira 2.0 BiTurbo CDTI kann mit 195 PS aufwarten. Der R4-Dieselhybrid im Peugeot 3008 HYbrid4 bringt es sogar auf stolze 200 PS. Allerdings sind diese starken Motoren wohl eher für entspannte Langstreckenfahrten mit hoher Zuladung gedacht. Ein Sportwagen wird die Familienkutsche dadurch nicht wirklich.

Sportliche Insassen

Betrachtet man den Begriff sportlich mal aus einem anderen Blickwinkel, sind die kompakten Minivans alle ausgesprochen sportlich. Nämlich dann, wenn es darum geht, Sportler und Sportgeräte zu transportieren. Crossover Modelle wie zum Beispiel der Renault Scénic RX4 mit 6cm mehr Bodenfreiheit, einer umlaufenden Rammschutzleiste und Allradantrieb, fallen schon fast in die Kategorie SUV. Aber auch die Standardmodelle sind wegen ihrer Flexibilität unter Sportlern sehr beliebt. Egal ob mit der Familie zum Campingwochenende, mit dem Gokart zur Rennstrecke oder als Mannschaftstransporter im Fußballverein. Für aktive Familien sind diese Autos gedacht.

Sportlicher als ein Ferrari

Aus dem Blickwinkel einer aktiven, sportlichen Familie sind Kompaktvans tatsächlich sportlicher als ein Ferrari. Für einen sportlichen Fahrstil oder gar die Rennstrecke sind sie nicht gedacht. Auch 200 PS können aus dem Pampasbomber keinen Rennwagen machen. Wer allerdings häufig lange Autobahnetappen mit hoher Zuladung meistern muss, dem bringen die starken Motoren die nötige Leistungsreserve für ein entspanntes Vorankommen.

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