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Autor: bernd

Bereits Mitte März berichtete das tuningblog.de vom Projekt der Auto-Tüftler Broedersdorf und Koenzen. Die beiden Autonarren verwandelten einen Porsche 912er per Elektromotor in einen Öko-Flitzer. Die kalifornische Autoschmiede Tesla hat sich ebenfalls auf Elektroautos spezialisiert und stellt mit dem Tesla Roadsder einen Wagen vor, der sich hinter herkömmlichen Roadstern mit Verbrennungsmotor nicht verstecken muss.

tesla_batterieflitzer©flickr/jurvetson

Zaubert Ökos und Autofans ein Lachen aufs Gesicht – der neue Tesla Roadster mit Elektromotor

Von Sportwagenlegende Lotus designt
Der von Lotus produzierte Roadster, soll neben dem amerikanischen, auch auf dem europäischen Markt angeboten werden. Tesla plant seine Europapremiere auf der Top Marques Monaco (24.04.2008 – 27.04.2008) zu feiern. In den USA, wo die Produktion bereits aufgenommen wurde, sollen Tesla über 1.000 Bestellungen für das grüne Gefährt vorliegen, für Europa sind erst einmal 250 Einheiten nach europäischen Spezifikationen zum Preis von 99.000 Euro netto geplant. Das sind, inklusive der deutschen Mehrwertsteuer, umgerechnet 117.810 Euro.

Trotz Batteriebetriebs voll konkurrenzfähig
Wer denkt, der Tesla Roadster sei wegen seines Öko-Antriebs eine lahme Kiste irrt! In Wirklichkeit hat der Newcomer es faustdick unter er Motorhaube. Mit Null Emissionsausstoß beschleunigt der Sportwagen in unter 4 Sekunden auf 60 mph (96,56 km/h) und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h. Der auf starke Zwischenspurts ausgerichtete Roadster besitzt ein Drehzahlband bis zu atemberaubenden 13.000 U/min. Die Kraft geben lediglich zwei Vorwärtsgänge an die Hinterräder weiter.

Akkus liefern 354 km Reichweite
Statt eines klassischen Verbrennungsaggregates treibtt ein Elektromotor den tesla Roadster an. dieser leistet stolze 252 PS und wird von 254 Nm Drehmoment unterstützt. Statt Kraftstofftank kommt der Tesla Roadster mit einer Batterie daher, die sich in ca. 3,5 Stunden zu Hause an der Steckdose voll aufladen lässt. Mit einer Batterieladung bietet der Tesla Roadster rund 220 Meilen packendes Fahrvergnügen; also umgerechnet etwa 354 Kilometer. Das Batterieleben gibt Tesla mit ca. 161.000 Kilometern an.

Einziger Wermutstropfen: Hoher Anschaffungspreis

Schade, dass der Roadster mit über 100.000 Euro Anschaffungspreis kaum massenmarktauglich ist. Angesichts der heftigen Benzinpreise, wäre er nämlich eine echte Alternative zu herkömmlichen Benzinern. Und mit den Leistungsmerkmalen, hält er mit anderen Roadstern locker Schritt.

Der Neuling in Bewegtbildern:

Tesla-Homepage

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Autor: bernd

Während Automobilhersteller Porsche nur zögerlich über alternative Antriebsvarianten nachdenkt, sind zwei Freunde aus Nordrhein-Westfalen schon einen Schritt weiter. Vor neun Jahren haben sie einen Porsche 912 mit einem Elektromotor ausgestattet. Das Elektroauto der gehobenen Klasse rollt noch immer über unsere Strassen.

Porsche 912

Porschebesitzer werden da wahrscheinlich nur den Kopf schütteln. Einen echten Klassiker mit einem Elektromotor umrüsten. Vielleicht fallen ihnen Worte wie Stilbruch, Blasphemie oder Sakrileg ein. Dabei setzen Jens Broedersdorff (48) und Uwe Koenzen (47) mit ihrem Öko-Porsche nur das um, was Firmen-Gründer Ferdinand Porsche ursprünglich im Sinn hatte.

Schon Automobilpionier Porsche experimentierte mit Elektromotoren

Auch er experimentierte Ende des 19. Jahrhunderts mit Elektromotoren. Leise, sauber und schnell – mit diesen Attributen wolle Porsche punkten. Was ihm eigentlich auch gelang. Immerhin entlockte der Automobilpionier seinem Lohner-Porsche damals schon beachtliche 105,8 km/h und überschritt damit die magische Grenze von 100 km/h. In der Folgezeit ging die Automobilindustrie andere Wege, der Elektromotor setzte sich nicht durch.

Flotter Flitzer trotz Elektromotor

Er galt als zu langsam, langweilig, einfach nicht zukunftsträchtig. Porsche-Tüftler Broedersdorf und Koenzen sind da anderer Meinung. Ihr 912er schafft 160 km/h, kann fast lautlos dahin gleiten, beim Gasgeben aber auch eine Gummispur auf den Asphalt radieren. Langweilig hört sich das nicht an. 88 PS schafft der Elektromotor des Neunzwölfers. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h rollt der Batterie-Flitzer rund 90 Kilometer.

Schwere Akkus behindern noch höhere Reichweite

Sind die Akkus alle, können sie für umgerechnet vier Euro an der Steckdose aufgetankt werden. Blei-Wickelbatterien versorgen den umgebauten Porsche mit Energie. Sehr zum Leidwesen der beiden Autonarren sind sie mit 400 Kilogramm allerdings immer noch viel zu schwer. Zwar hat sich das Gewicht der Akkus in den letzten Jahren kontinuierlich verringert, mit leichteren Aggregaten könnte die Reichweite nochmals vergrößert werden.

Deshalb sind die beiden Bastler auch ständig auf der Suche nach weiteren Verbesserungen an ihrem Porsche. Denn er ist der Beweis, dass Fahrspaß und Umweltschutz einander nicht ausschliessen.

Was halten Sie vom Öko-Porsche? Eine geniale Idee oder doch eher Mißbrauch eines Klassikers oder ist es erst der Anfang, wird es bald einen Porsche mit Gasantrieb geben? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!!

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