Tieferlegung – mit welchen Kosten und Behördengängen muss ich rechnen

Die Tieferlegung eines Autos ist vor allem bei Tuningfans angesagt, damit sich der PKW fahrdynamischer und optisch attraktiver wird. Doch mit welchen Kosten und Behördengängen muss man rechnen?

Bei einer Tieferlegung wird die gesamte Fahrzeugkarosserie abgesenkt, damit sich das Auto sportlicher fahren lässt. Tuningfans wissen, dass es beim Tieferlegen eines PKWs mehrere Varianten gibt, die die Kosten und den behördlichen Aufwand beeinflussen.

Tieferlegung – Die Kosten

Wer sein Auto tieferlegen möchte, der hat verschiedene Möglichkeiten:

  • Federn: Die günstigste und einfachste Alternative ist der Austausch der original Stoßdämpfer-Feder mit einer Tieferlegungsfeder. Das Autor wird ca. 20 bis 40 Millimeter abgesenkt und die Kosten belaufen sich zwischen 75 Euro und 200 Euro. Egal ob Jahreswagen, Gebrauchtwagen oder Neuwagen der Nachteil bei dieser Variante ist, dass fast alle Stoßdämpfer nicht zu 100 Prozent mit den Tuning-Federn kompatibel sind und der Fahrkomfort leidet.
  • Komplettfahrwerk: Besseren Fahrkomfort bietet beim Tieferlege das Komplettfahrwerk. Das besteht aus kürzeren Federn und dazu passenden Stoßdämpfern. Hier kann eine Absenkung von 30 bis 60 Millimetern erreicht werden. Die Kosten liegen dafür zwischen 300 Euro und 500 Euro. Damit Ihr Wagen hinten und vorne gleich tief ist, sollten Sie auf der Hinterachse Stoßdämpfer mit Nutenverstellung wählen. Dafür können zusätzliche Kosten von ca. 50 Euro pro Stoßdämpfer entstehen.
  • Gewindefahrwerk: Bei wem Geld keine Rolle spielt, der sollte sich für das Gewindefahrwerk entscheiden. Hier lässt sich die Höhe auf die späteren Reifen nach Belieben einstellen. Außerdem haben die Stoßdämpfer an der Hinterachse eine Nutenverstellung. Der Preis für diese Tieferlegung liegt bei 500 Euro bis 1.200 Euro.

Natürlich entstehen zusätzlich Kosten für den Einbau von ca. 100 Euro, für die Spur und Sturz Einstellung von ca. 40 Euro, für das Umlegen oder Aufweiten der Kotflügelkante von ca. 50 Euro pro Achse und TÜV- oder DEKRA-Gebühren von ca. 40 Euro.

Hinweis: Die Werkstatt.Kosten variieren von Werkstatt zu Werkstatt. Wenn Sie Ahnung vom Einbau solcher Tuning-Teile habe, dann können Sie die Kosten gering halten, indem Sie den Umbau an Ihrem Auto selber vornehmen.

Tieferlegung – Die Behördengänge

Wer etwas an seinem Auto durch Tuning verändert, der muss es auch im Fahrzeugschein eintragen lassen. Dazu müssen die eingebauten Teile von einem Gutachter des TÜVs oder der DEKRA begutachtet und freigegeben werden. Mit dem TÜV-Gutachten müssen Sie dann zur Zulassungsstelle und die Veränderungen eintragen lassen.

Da die großen Hersteller jedoch ihre Autoteile mit einer allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) verschicken, bleibt Ihnen in diesem Fall der Gang zum TÜV erspart und Sie müssen die ABE jedoch immer mit sich führen.

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