Tuning bis zum Anschlag – doch nicht alles ist erlaubt

Auto Amaturen

Breite Reifen, mehr Pferdestärken unter der Motorhaube und wummernde Riesenboxen – beim Tuning scheint es keine Grenzen zu geben. Doch wer munter an seinem Auto schraubt, riskiert Punkte in Flensburg, im schlimmsten Fall sogar den Verlust des Versicherungsschutzes, denn erlaubt ist beim Tuning längst nicht alles. Was erlaubt ist und was nicht, erfahren Sie hier.

Erst informieren, dann tunen

Bevor man kauft und mehrere tausend Euro für die Umbauten ausgibt, sollte man sich gründlich informieren, ob diese auch erlaubt sind. Damit der Autofahrer keine Probleme mit Polizei, TÜV oder Versicherung bekommt, sollte er darauf achten, für jedes Tuning-Teil und jeden Umbau alle notwendigen Zertifikate und Dokumente zu haben, da sonst die Gefahr besteht, dass die Betriebserlaubnis erlischt.

Die Dokumente richten sich nach Umfang des Umbaus und nach den Tuning-Teilen. Generell lässt sich aber festhalten, dass alle Tuningmaßnahmen, die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit des Autos oder auf dessen Geräusch- und Abgasemission haben, dokumentiert oder kontrolliert werden müssen.

Licht-Tuning: vieles ist verboten

Beim Tuning zählt nicht nur ein „frisierter“ Motor, einen ganz besonderen Stellenwert hat die Optik des Autos. Getönte Heckleuchten mit LED-Technik, Unterbodenblitzer oder coole Scheinwerfer – bunte Lämpchen sind in der Szene sehr beliebt. Technisch ist vieles machbar, aber nicht alles ist erlaubt, warnt auch der TÜV Nord. Generell darf nach vorne nur weißes Licht strahlen, nach hinten nur rotes und zur Seite nur gelbes. Davon ausgenommen sind gelb leuchtende Blinker und weiße Rückfahrscheinwerfer.

Nachgerüstete Xenon-Scheinwerfer müssen über eine automatische Leuchtweitenregulierung und eine Reinigungsanlage verfügen. Allgemein: alle lichttechnischen Einrichtungen am Auto müssen amtlich zugelassen sein und ein entsprechendes Prüfsymbol tragen. Bunte Unterbodenbeleuchtungen und Malereien sind nicht gestattet. Reflexfolie wie von www.foliencenter24.com ist nur an schweren und langen Fahrzeugen – ausgenommen Personenkraftwagen – mit einer Länge von mehr als sechs Metern mit Konturmarkierungen an den Seitenflächen zulässig.

Mögliche Konsequenzen

Wer sein Fahrzeug unsachgemäß tunt, zahlt nicht nur hohe Strafen und riskiert den Verlust seiner Kfz-Versicherung und des Führerscheins. Im schlimmsten Fall ist man sogar sein Auto los. Daher gilt es für alle nachträglich angebrachten Teile, die das Auto verändern, Zertifikate vorliegen zu haben und teilweise zusätzliche Gutachten einzuholen. Prüfstellen als auch der Verband der Autotuner (VDAT) raten deshalb, sich vor jedem Umbau mit den Prüfstellen abzusprechen, so kann man sich jede Menge Ärger und Geld sparen.

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